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  • 20. März 2019
  • Bachelorthesis

Informatiklehrer*in und Informatik in der Grundschule NRW

Dr. Dorothee Müller und Kathrin Haselmeier

Ein Vortrag im Rahmen des 2.Symposiums Informatisches Lernen zum Verstehen der digitalen Medienwelt
an der Bergischen Universität Wuppertal
am 1. Februar 2019

Informatiklehrer*in und Informatik in der Grundschule NRW

Nicht erst seit der Hattie-Studie ist der signifikante Einfluss der Lehrkraft auf das Erreichen von Bildungszielen im Unterricht empirisch belegt. Im Kontext der Forderung nach informatischer Bildung soll daher in diesem Beitrag die Lehrbildung in zwei Aspekten betrachtet werden: die Informatiklehrerbildung und die Förderung der informatischen Bildung angehender Primarstufenlehrkräfte in der ersten Phase der Lehrerbildung.

 

Informatiklehrer*in

Der Mangel an qualifizierten Informatiklehrkräften ist ein seit Jahren bestehendes, deutschlandweites Problem mit starken Auswirkungen auf die informatische Bildung der jeweils heranwachsenden Generation. Die aktuellen Studierendenzahlen und das hohe Durchschnittsalter der aktiven Informatiklehrkräfte machen eine Verschärfung des Problems innerhalb der nächsten Jahre voraussehbar. In einer empirischen qualitativen Untersuchung wurdenFaktoren identifiziert, die die Berufswahl Informatiklehrkraft positiv oder negativ beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass dem Bild der Informatik, dem Bild des Informatikunterrichts und vor allem dem Informatikselbstkonzept eine herausragende Rolle beider Berufswahl Informatiklehrkraft zukommen. Diese Faktoren werden wiederum vom Informatikunterricht mitbestimmt.

 

Informatik in der Grundschule NRW

Nachhaltige informatische Bildung muss den Schülerinnen und Schülern einen basalen Zugang zu den Gegenständen, Konzepten und Ideen der Informatik eröffnen, welcher unabhängig ist von den jeweils aktuellen Geräten, von aktuellen Softwarelösungen und Applikationen. Umsicher zustellen, dass nicht nur technikaffine Kinder mit interessierten Eltern informatische Bildung erfahren, muss der Zugang in der Schule eröffnet werden. In der Grundschulzeit entdecken viele Kinder, dass sie sich in einer von Informatik durchdrungenen Welt bewegen und entwickeln ein thematisches Interesse. Mit Einsetzen der Vorpubertät rücken auch das eigene Geschlecht und die damit verbundenen, sozial tradierten, Zuweisungen in den Fokus. Fehlt in dieser Phase das entsprechende schulische Angebot zur Informatik, so verstärken sich Ungleichheiten und das naive Interesse kann verloren gehen. Doch wer kann, wer soll den fachlich aufschließenden Unterricht in der Grundschule erteilen? Es fehlt an informatisch ausgebildeten Grundschullehrkräften. Hier stehen Hochschulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung in der Verantwortung, Lehrkräfte von Morgen auf diese Aufgabe vorzubereiten.


Dr. Dorothee Müller

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