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  • 8. April 2019
  • Vortrag

Die Notwendigkeit einer Informatischen Bildung und Verbesserung der Medienkompetenz

von Fridhelm Büchele

Vorbereitung auf die digitale Welt: Ein Themenschwerpunkt der hier aufgeführten Überlegungen umfasst die Entwicklung von curricular abgesicherten neuen Lerninhalten mit diesem Thema. Wie können Lehr- Lernformate aussehen, die sich diesem Thema annehmen und wie können diese authentisch und exemplarisch aufbereitet werden, damit diese auch übertragbar sind.

Methoden zur Einschätzung der Einsetzbarkeit aktueller und zukünftiger technologischer Entwicklungen in Lehr- Lernprozessen: Eine weitere Herausforderung besteht in dem Verstehen technischer Entwicklungen und ihrer Funktionsweise, nicht unbedingt spezifisch nur für digitale Entwicklungen. Innerhalb der pädagogischen Diskussion vermengen sich heute sehr häufig technische Herausforderungen mit lerneffizienten Möglichkeiten der Anwendung dieser Techniken. Deshalb sei bereits hier darauf hingewiesen, dass eine strikte Trennung von der Vermittlung gegenwärtiger und zukünftig sich entwickelnder Techniken auf der einen Seite und den durch diese Instrumente (die nicht immer digital sein müssen und sind) gewonnenen Mehrwert in einer effizienteren Lernstoffvermittlung, also die Bewertung pädagogischer Instrumente sinnvoll erscheint. Gerade in der Planung von Lernphasen ist das Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen bestimmter digitaler Medien von hoher Bedeutung. Daher ist eine technische Vermittlung eine notwendige Voraussetzung, den Umgang mit einer möglicherweise recht komplexen Technik zu begreifen und in optimaler Form einsetzen zu können. Dieser Prozess leidet aber unter der sehr rasanten Entwicklung neuer Techniken und der Werbewirksamkeit großer Unternehmen bezüglich ihrer Produkte (auch wenn diese keinen großen Mehrwert in Lernprozessen darstellen). Eine sachliche Bewertung der Potenziale digitaler Medien setzt aber das Wissen um die Technik und Funktionsweise dieser Medien voraus.

Nutzen digitaler Medien: Innerhalb der pädagogischen Diskussionen fungieren digitale Medien zuerst einmal als Instrumente, die mehr oder weniger gut geeignet sind, bestimmte Sachthemen zu veranschaulichen, zu erklären und begreifbar zu machen. Gerade hier ist bei der Entwicklung innerhalb der Medienlandschaft ein einfacher Blick vonnöten, dass für die Lernsituation, Zielgruppe und Thema relevante Medium zu wählen. Metastudien zeigen, dass digitale Medien hier gegenüber herkömmlichen Medien nicht unbedingt besser abschneiden. Dieser Zustand ist sicherlich auch der Situation geschuldet, dass eine fehlende technische Kompetenz die Möglichkeiten des medialen Einsatzes nicht in vollem Umfang ausschöpft. Interaktive Lernprozesse mit Redundanzen gab es schon vor der Phase des digitalen Hypes. Die Digitalisierung erlaubt hier nur sehr viel häufiger entsprechende Schleifen der Lernkontrolle und Interaktivität.

Best Practice aus den Projekten zur Lehrerbildung hinsichtlich des Einsatzes digitaler Medien: In diesem Themenblock können Konzepte und Ansätze zur Lehrerbildung, sowohl in der grundständigen Lehre als auch in der Fort- und Weiterbildung thematisiert werden. Zentral hierbei ist die Frage, wie die Universitäten in der Lehrerbildung diese Konzepte bereits umsetzen und anwenden. Welche Herausforderungen ergeben sich für die Lehrerbildung und wie kann diesen begegnet werden: Wo bekommen Lehrkräfte unabhängige und praxistaugliche Information zum Einsatz und Nutzen digitaler Medien?



Hochschultage 2019 SiegenUniversität Siegen

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