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  • 27. März 2019
  • Vortrag

Wie wird der Kunstunterricht zu einem Kernfach moderner Gesellschaften?

von Prof. Dr. Axel Buether

Nach Einschätzungen der OECD und der Europäischen Kommission, die im Rahmen der PISA Studie mit weitreichenden Folgen für die Bildungspraxis der Länder getroffen wurden, besitzt Kunst nicht den gleichen Stellenwert für die erfolgreiche Partizipation des Menschen in modernen Gesellschaften wie die Kerndisziplinen Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften. Die Anforderungen an die Allgemeinbildung kommender Generationen werden heute von den Kräften der Globalisierung und Ökonomisierung aller Lebensbereiche der Gesellschaft geprägt. Das allgemeinbildende Schulfach Kunst wird davon nicht ausgenommen, weshalb ich mich in meinem Vortrag auf die erhebliche Bedeutung von Kernthemen künstlerischer Bildung wie Kreativität, Problemlösen und Visuelle Kommunikation in den gesellschaftlichen Handlungsfeldern Architektur und Design konzentrieren möchte, deren Vermittlung für den Erfolg von Individuen in modernen Gesellschaften unverzichtbar ist.

EIN TRANSDISZIPLINÄRES PROJEKT DES BEREICHS KUNSTPÄDAGOGIK AN DER UNIVERSITÄT SIEGEN
Ausgehend von der Überlegung, dass die Kunstpädagogik durch ein enges Verhältnis zu Kunstpraxis und Kunstwissenschaft, zu Philosophie und Ästhetik, zum schulischen und außerschulischen Unterricht, zur Pädagogik, zur kulturellen Bildung und Kunstvermittlung gekennzeichnet ist, werden wir ihre Beziehung zu den genannten Feldern in der geplanten Vortrags- und Diskussionsreihe ausloten. Bilden die Bezugsfelder eine Grundlage oder Perspektivierung der Kunstpädagogik oder stehen sie in einem dialogischen Verhältnis zu ihr, in dem beide Disziplinen voneinander lernen können? Oft handelt es sich um ungeklärte oder schwierige Beziehungen, um Grenzüberschreitungen, territoriale Abgrenzungen oder aber um das Entstehen des einen aus dem anderen, d.h. um Wechselseitigkeit.

Anstatt die Kunstpädagogik zu definieren und einzugrenzen, versuchen wir, sie durch Überschneidungen zu anderen Disziplinen zu konturieren. Die transdisziplinären Aspekte und Schnittstellen machen das Spezifische des Faches Kunstpädagogik aus. Erst die Berührungspunkte lassen Inhalte und Formen entstehen, aus denen heraus sich didaktische Fragestellungen ergeben.

Eine Vortragsreihe im Wintersemester 2018/19 bildet den Auftakt zu einer fortlaufenden Reihe von Gastvorträgen der Kunstpädagogik zu weiteren künstlerischen und wissenschaftlichen Bezugsfeldern.

Prof. Dr. Sara Hornäk, Daniela Gernand, Susanne Henning, Vertr. Prof. Ina Scheffler


Prof. Dr. Axel Buether  Abstract Prof. Dr. Sabiene Autsch Abstract Prof. Mario Urlass

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