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‚Digitalisierung als Gegenstand und Medium von Unterricht‘ von J. Krautz

Der Text unternimmt den Versuch, die beiden für die Diskussiongrundsätzlich relevanten Fragenkreise möglichst knapp und verständlich zu klären: Welche impliziten oder expliziten Missverständnisse durchziehen die Digitalisierungsdebatte? Worum geht es also nicht? Und: Was bedeutet Digitalisierung für bildenden Unterricht und die Erziehungsaufgabe der Schule? Worum geht es demnach tatsächlich?

Autor: Jochen Krautz (September 2020)

„Wer in der durch die Corona-Krise befeuerten Digitalisierung von Schule und Unterricht zum Innehalten und Nachdenken anregt, gerät schnell in den Verdacht, hier äußerten sich Digi­talfeinde und Modernisierungsverweigerer. Digitale Medien, so der Einwand, seien doch ganz praktisch und maßvoll eingesetzt nützlich, so heißt es. Mit diesem oder jenem Programm, mit dem einen oder anderen Gerät und manchen Anwendungen habe man doch schon gute Erfahrungen im Unterricht gemacht. Und wie hätte denn die Corona-Krise ohne Internet bewältigt werden sollen? Wir befänden uns nun einmal in der „digitalen Transformation“, die man „gestalten“ müsse.
Zunächst: Ja, digitale Medien sind praktisch. Auch dieser Text wurde an einem Computer geschrieben, mit Links versehen, per E-Mail mit Kollegen abgestimmt und ins Internet hochgeladen. Insofern profitiert er von digitaler Kommunikationspraxis als Modernisierungsgewinn. Und so gibt es viele nützliche, praktische oder auch nur unterhaltsame digitale Medien und Angebote.
Dann: Es ist nicht „ideologische Voreingenommenheit“, an der die Digitalisierungsdebatte krankt. Es ist die Verwirrung da­rüber, worum es eigentlich in der Schule geht und welche Rolle dabei digitale Medien spielen könnten. Denn wenn nicht klar ist, was Aufgabe und Ziel von Erziehung und Unterricht sind, kann auch nicht klar sein, welche Bedeutung dabei die Digitali­sierung haben kann und soll.
Der nachfolgende Text unternimmt daher den Versuch, die beiden für die Diskussion grundsätzlich relevanten Fragenkreise möglichst knapp und verständlich zu klären:

  1. Welche impliziten oder expliziten Missverständnisse durchziehen die Digitalisierungsdebatte? Worum geht es also nicht?
  2. Was bedeutet Digitalisierung für bildenden Unterricht und die Erziehungsaufgabe der Schule? Worum geht es demnach tatsächlich?“

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