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  • 15. April 2020
  • Beitrag auf dem Symposium 04 - Digitalisierung und Naturwissenschaften

Vidubiology: Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts durch selbst produzierte Videos, Zoo-Observer-App

Prof‘in. Dr. Gela Preisfeld | Bergische Universität Wuppertal, Zoologie und Didaktik der Biologie

Vitae der Referentin

 Nach dem Biologiestudium forschte Gela Preisfeld über den „Effekt von Mistelpräparaten in der Krebstherapie bei Brustkrebs“ und promovierte mit einem Thema zur „Zellbiologie an Euglena gracilis“ zum Dr.rer.nat. an der Universität Bielefeld. Sie habilitierte 2002 über die Evolution von Protisten und erlangte die venia legendi in Botanik. Nach einer Professurvertretung an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und der Verleihung einer apl-Professur an der Universität Bielefeld nahm sie 2006 den Ruf an die Bergische Universität an. Hier baute sie das Schülerlabor BeLL Bio (Bergisches Lehr-Lern-Labor der Biologie) im Rahmen der Bergischen Science Labs auf, deren Sprecher sie ist. Sie arbeitet molekularbiologisch an der Evolution von Protisten, deren Chloroplasten und Symbiosen mit Meeresnacktschnecken und war 2000 und 2003 als Visiting Scholar an der University of Sydney, Australien, an zwei großen Sammelreisen beteiligt. In der fachdidaktischen Forschung setzt sie sich empirisch mit curricularen Innovationen im (bilingualen) Biologieunterricht ein. Ein weiterer Fokus liegt im Kompetenzerwerb im außerschulischen Lernort Schülerlabor, welches auch dazu genutzt wird, um Studierenden im Master einen praktischen Zugang zu realen Unterrichtssituationen zu geben und den Fortschritt ihrer Professionalisierung qualitativ und quantitativ zu erheben. 


Abstract zum Vortrag

Der Vortrag befasst sich mit dem Einsatz verschiedener digitaler Tools im Biologie- und Sachunterrichtsstudium. Eine Umfrage an Lehrende aus 24 an der Lehrerbildung beteiligten Fächern ergab, dass die Lehrenden komplexere Medienkompetenzen, wie Informieren und Recherchieren sowie Problemlösen und Modellieren bei ihren Studierenden vermissten, diese aber durch das Studium gesteigert werden konnten. Ihre eigenen Kompetenzen schätzten die Lehrenden vornehmlich als hoch bis sehr hoch ein, wobei die Höhe mit zunehmender Komplexität bei einigen deutlich abnahm. Im Rahmen von Kursen, die sich mit der Bestimmung von Tieren und Pflanzen befassen, wurde eine Befragung der Studierenden durchgeführt, ob und welches Interesse sie am Einsatz von Bestimmungsapps haben. Dabei wurden drei heterogene Cluster von Studierenden ermittelt, wobei diejenigen mit geringem Interesse an digitalen Bestimmungstools mit Abstand die kleinste Gruppe darstellten.  Um dem Defizit an Medien- und digitaler Kompetenz bei den Studierenden entgegenzuwirken, wurde verschiedene Lernszenarien entwickelt, von denen ein multimediales Setting für einen Erstsemesterkurs vorgestellt wird.

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