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  • 6. Februar 2020
  • Beitrag auf dem Symposium 03 - Digitalisierung und Sprache

Teilkompetenzen und Prozesserfordernisse beim Lesen im Digitalen Medium

#Symposium 03 – Digitalisierung und Sprache : Language teaching goes digital

Prof. Dr. Johannes Naumann | Bergische Universität Wuppertal, School of Education

Johannes Naumann war von 2007 bis zum Jahr 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in der Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation in Frankfurt am Main. Von 2011 bis 2012 übte er zudem eine Vertretungsprofessur für Psychologische Diagnostik, Evaluation und Intervention an der TU Darmstadt, sowie eine Gastprofessur an der Interdisziplinären Forschungsgruppe für Lesen an der Universität Valencia aus. Von April 2014 bis zum März 2018 war Naumann Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Quantitative Methoden an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit April 2018 übt Johannes Naumann eine Professur für Forschungsmethoden der Bildungsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal aus. 


Abstract zum Vortrag:

Der Vortrag beleuchtet aus einer kognitionspsychologischen und pädagogisch-psychologischen Perspektive Kommunalitäten und Differenzen zwischen dem Lesen „traditioneller“ gedruckter Texte und digitaler Texte. Dabei wird vor allem das Konstrukt der „Navigationsanforderungen“, die das Lesen prototypischer digitaler Texte stellt, in den Blick genommen. „Navigation“ meint hierbei die zielgerichtete und aufgabenadäquate Auswahl, Sequenzierung und kognitive Verarbeitung von Textbestandteilen aus einem in der Regel opaken (hyper-) textuellen Informationsraum. Anhand von eigenen experimentellen und korrelativen Untersuchungen, sowie anhand von Daten aus den PISA-Untersuchungen 2009 und 2012 wird gezeigt, dass die Bewältigung der durch digitale Texte gestellten Navigationsanforderungen eine kritische Größe für das Verständnis und die produktive Nutzung von Texten im digitalen Medium darstellt. Gleichzeitig kann gezeigt werden, dass signifikante Prozentsätze Jugendlicher, auch solcher, die der Generation der so genannten „Digital Natives“ angehören, diese Anforderungen nicht oder nur unzureichend bewältigen.

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